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Joya's Book

Gegen die Besatzung Afghanistans

By Heike Hänsel , DIE LINKE.im Bundestag undefined, march 24, 2014

Malalai Joya
Im taz-Café in Berlin: Malalai Joya und Heike Hänsel

Die afghanische Frauenrechtlerin Malalai Joya hat die Politik der westlichen Staaten – darunter der Bundesregierung – kritisiert. "Ich habe in Deutschland dafür geworben, demokratische Kräfte in meinem Land zu unterstützen, denn die Zukunft Afghanistans liegt in der Frauen- und Menschenrechtsbewegung. Aber die deutsche Regierung ist dieser Bitte bislang nicht nachgekommen", sagte Joya, die auf Einladung der Fraktion DIE LINKE nach Deutschland gekommen ist. "Solange sich hier nichts ändert, wird die politische und militärische Hilfe des Westens die entscheidende Stütze für die herrschenden Kriegsherren und Drogenhändler sein", sagte Joya bei einer Veranstaltung im taz-Café in Berlin.

Von der Lage in Afghanistan zeichnete die 35-jährige ein verheerendes Bild: "Leider kann ich Ihnen aus meinem Land keine guten Nachrichten bringen, denn die alten Herrscher sind nach wie vor an der Macht". Zwar würden die westlichen Besatzungstruppen nun weitgehend abgezogen. Dennoch sei die soziale Lage der Menschen in Afghanistan sehr schlecht, so Joya, die 2005 als jüngste Abgeordnete ihres Landes gewählt und 2007 wegen ihres Engagements gegen kriminelle Abgeordnete aus der afghanischen Nationalversammlung, der Loya Jirga, ausgeschlossen wurde.

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"Wir brauchen ein neues Afghanistan"

Deutscher Bundestag,

Malalai Joya
Heike Hänsel (Die Linke) © DBT/photothek.net

Die entwicklungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Heike Hänsel,

unterstützt besonders die Arbeit von mutigen Frauen, die für Menschenrechte und Gleichberechtigung kämpfen. Als Bundestagsabgeordnete hat sie deshalb die Patenschaften für die Afghanin Malalai Joya und die ehemalige kolumbianische SenatorinPiedad Córdoba übernommen. "Es gibt so viele starke und mutige Frauen, die unsere Unterstützung brauchen."

Heike Hänsel, steht in ihrem Bundestagsbüro und zeigt ein Buch der afghanischen Frauenrechtlerin Malalai Joya. Fünf Mordanschläge hat die ehemalige Abgeordnete überstanden. Auf die Straße wagt sie sich nur noch mit zwölf Bodyguards, das Gesicht mit den großen sehnsuchtsvollen Augen ist zum Schutz in eine Burka gehüllt.

"Ihr ganzes Leben widmet sie denjenigen, die keine Stimme haben", drückt Hänsel ihre Bewunderung aus. Seit sechs Jahren ist Hänsel Mitglied des Bundestages. Für Menschenrechtspolitik engagiert sich die gebürtige Stuttgarterin schon seit ihrer Studienzeit. Hänsel hat sich bewusst dafür entschieden, sich im Rahmen desParlamentarischen Patenschaftsprogrammes "Parlamentarier schützen Parlamentarier" (PsP)für Menschenrechtsaktivistinnen einzusetzen.

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»Ich glaube, daß die Frauen eines Tages aufstehen«

Nach über zehn Jahren Besatzung in Afghanistan überlebte sie den sechsten Mordanschlag. Ein Gespräch mit Malalai Joya

Junge Welt, 16.03.2012
Interview: Heike Hänsel / Übersetzung: Dr. Birgit Bock-Luna,

Malalai Joya in Germany

Malalai Joya wurde als jüngste Parlamentarierin Afghanistans weltberühmt. Aufgrund ihrer Kritik an Besatzung, Regierung und Warlords muß sie in wechselnden Verstecken leben.

Am 10. März haben Sie den sechsten Mordversuch überlebt. Können Sie uns einen kurzen Bericht über den Angriff geben?

Einen Tag nach meinem Besuch in Farah wurde mein Büro von zwei bewaffneten Männern angegriffen. Als meine Wachen sich wehrten, eröffneten die Angreifer das Feuer, bei dem meine Mitarbeiter Schußwunden erlitten. Einerseits ist dieser Angriff relativ unbedeutend für mich, angesichts des enormen Leidens meiner Landsleute. Meine Sorge gilt meinen Leibwächtern, die einfache Menschen sind und mich aus freiem Willen beschützen. Aber diese terroristischen Angriffe werden mich nie davon abhalten, für Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit zu kämpfen.

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LINKE verurteilt Attentat auf Frauenrechtlerin Malalai Joya in Afghanistan

LINKE verurteilt Attentat auf Frauenrechtlerin Malalai Joya in Afghanistan

Die-Linke, 12.3.2012

Heike Hänsel and Malalai Joya at berlin

„DIE LINKE verurteilt den kriminellen Mordanschlag auf die international bekannte Frauenaktivistin und prominente Kritikerin der ISAF-Präsenz, Malalai Joya, für die ich seit Jahren als Patin im Parlamentarier-schutzprogramm des Menschenrechtsausschusses des Deutschen Bundestags verantwortlich bin und die bereits mehrere Male zu Gast im Deutschen Bundestag war", so Heike Hänsel, entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des sechsten Attentats auf die Frauenrechtlerin und Politikerin Malalai Joya und dem gewalttätigen Angriff auf ihr Büro, bei dem zwei ihrer Mitarbeiter zum Teil schwer verletzt wurden. Hänsel weiter:

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Malalai Joya: »Es ist auch ein Propagandakrieg«

Die NATO agiert in Afghanistan aufgrund ihrer eigenen geostrategischen und politisch-ökonomischen Interessen.

Die Fragen stellte Christian Stache, marx21.de, 23.05.11

Malalai Joya
Malalai Joya ist die jüngste Parlamentarierin Afghanistans. Aufgrund ihrer Kritik an der Besatzung, dem Karzai-Regime und den Warlords muss sie mittlerweile im Untergrund leben.

Die afghanische Oppositionelle Malalai Joya kämpft seit Jahren gegen die Besetzung ihres Landes. Ein Gespräch über westliche Heuchelei, Erwartungen an die deutsche Linke – und einen Schuh für Obama.

marx21: Ende Januar hat die Mehrheit des deutschen Bundestags für die einjährige Verlängerung des Bundeswehrmandats in Afghanistan gestimmt. Wie fällt Ihre Bilanz nach bald zehn Jahren Krieg und Besetzung aus?

Malalai Joya: Die Ergebnisse dieses Kriegs sind Massaker, Blutvergießen, Tragödien und Leid. Die Geschichte hat bereits gezeigt, dass niemand Demokratie durch Besetzung bringen kann. Unglücklicherweise ist mein Land im Namen der Frauen- und Menschenrechte und der Demokratie nach dem 11. September besetzt worden. Die Taliban wurden zwar durch Warlords ersetzt, aber sie unterscheiden sich weder praktisch noch ideologisch wesentlich voneinander. Die vergangenen neun Jahre zeigen, dass die USA nur die Köpfe ausgetauscht haben.

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Malalai Joya: Das andere Afghanistan

Konferenz der Linksfraktion in Berlin warb für Stärkung demokratischer Kräfte in Afghanistan

DIE LINKE, 28. Januar 2011

Malalai Joya

Mit dem Appell, die zivilen, demokratischen Friedenskräfte in Afghanistan zu unterstützen, ist am Samstag abend die Internationale Konferenz »Das andere Afghanistan« der Bundestagsfraktion Die Linke in Berlin zu Ende gegangen. Erklärtes Ziel war es, authentische Stimmen aus Afghanistan zu hören und einen Dialog von Friedenskraften in dem Land zu unterstutzen. Die Linksfraktion hatte zuvor geschlossen gegen die Verlängerung des Mandats für den Bundeswehreinsatz am Hindukusch gestimmt. »Krieg ist die höchste Form des Terrorismus«, sagte der Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi zum Konferenzauftakt. »Man muß nur die richtigen Kräfte unterstützen, dann werden sie sich selbst befreien.«

Die ehemalige Abgeordnete und Frauenrechtlerin Malalai Joya kritisierte den NATO-Krieg scharf: »USA und NATO fielen in Afghanistan angeblich für die Rechte der Frauen ein, aber heute ist die Situation der Frauen genauso katastrophal, wie unter der Herrschaft der Taliban. Vergewaltigungen, Entführungen, Morde, Säureattentate und häusliche Gewalt steigen rapide an. (…) Viele Menschen fragen mich, wie sie die Frauen in Afghanistan unterstützen können. Erstens, Krieg wird Frauen niemals helfen. Zweitens wir haben die Chance, dass sich afghanische Frauen selbst befreien und progressive Männer uns helfen werden. (…)

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